#Gedanke: Jesus, Archetyp des Magiers

„Jesus (Chritus) ist ein klassischer (Archetyp) Magier,
besonders in der Bergpredigt und in seinen Gleichnissen.

Dogmatiker und Exegeten wissen nicht,
was sie damit anfangen sollen,
weil man daraus kein Dogma machen kann.

Jesus ist viel mehr Magier oder Schamane
als Theologe oder Prediger
einer institutionalisierten Religion.

Er benennt die Realität,
er treibt die Dämonen und das Dunkle aus,
er weist auf das Licht
und feiert es.“

(Richard Rohr)

21 Gedanken zu “#Gedanke: Jesus, Archetyp des Magiers

  1. Ein guter Gedanke und eine m. E. sehr zutreffende Beschreibung dessen, was Jesus u.U. auch selbst bewirken wollte.
    Leider ist er in den letzten 2000 Jahren sowohl missverstanden, als seine Lehren auch missbraucht worden.
    Von seinen Gedanken ist in den christlichen Kirchen wenig erhalten geblieben und durch einen Machtapparat ersetzt worden.

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  2. LIeber Hagen, lieber Werner,
    Richard Rohr hat einmal geschrieben, dass die Kriche offenbar alles genommen hat, was Jesus gewollt und gesagt hat, um genau das Gegenteil davon zu tun. Ich denke, er hat Recht.

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  3. Ja, ich stimme Richard Rohr auch zu ! Jesus war auf der magischen Dimension sehr weit fortgeschritten, weiter als etliche Magier des 18/19.Jahrhunderts !
    In den Apokryphen/Pseudepigraphen wird Jesus sogar als Magier/Mystiker erwähnt.

    Wobei ich selber noch nicht weis, ob Jesus für die Entfaltung der kosmischen Kraft steht, die höchste Stufe die der Mensch erreichen kann, oder nur als Eingeweihter der Schöpfung galt der die Schriften der Essener ( Bundeslade ) vollständig Begriffen hat.
    Auch die Möglichkeit das er Nachkommen hatte in Südfrankreich ist möglich, wie Baigent, Leigh, Lincoln es in ihren Büchern formulieren. Auch die Bücher von Lomas und Knight sind sehr informativ zu dem Thema und gehen sogar in ägyptische Kulte hinein mit ihrer These/Gnosis.

    Gruss Johannes.von.Nepomuk

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    • Viele Felder, die Du aufmachst, lieber Johannes!

      Ob Jesus zu den Essenern gehörte ist aus historisch kritischer Sicht mindestens sehr umstritten. Ebenso die Möglichkeit, dass er Nachkommen in Frankreich hatte. Interessant sind diese Gedanken aber allemal!

      Vielleicht ist Jesus Christus beides: „Die Entfaltung der kosmischen Kraft“ und „die höchste Stufe die der Mensch erreichen kann“. Wahrer Mensch, wahrer Gott, Christusbewusstsein…

      Gesegneten Gruß!

      Hagen

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  4. Mit der Ausdrucksweise werden viele Christen ein Problem haben. Es wäre darum besser, wenn er den Gedanken präziser erklären würde: Das deutsche Wort Magie kommt aus dem Altpersischen, wo Magus »Wissender« oder »Erkennender « bedeutet. Ein anderes Wort für den Gnostiker.

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  5. Jesus ist KEIN Magier (im klassischen Sinn).
    Seine Macht basiert auf Einheitsbewusstsein und ist das genaue Gegenteil von
    Magie, die getrennte Objekte nach dem Willen verändern möchte.
    Das Urteil des gesamten AT über Magier spricht darüber hinaus noch gegen diese
    These, dass Jesus „eigentlich Magier“ sei, oder Guru, oder Geheimgesellschafter oder was
    die Menschen sonst noch in ihn so hineinprojizieren. Die Schergen des Pharaos/Babylon – das sind Magier.

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    • Lieber MgtowMonk!

      Ob Jesus Christus Geheimgesellschafter war, weiß ich schlicht nicht. Es ranken sich Legenden um eine Mitgliedschaft von ihm bei den Essenern. Wie belastbar diese aus historisch kritischer Sicht sind, vermag ich nicht zu beurteilen.

      Fakt ist aber auch, dass er der großen Menschenmenge gegenüber in Gleichnissen lehrte und diese nur einem kleinen, eingeweihten Kreis gegenüber – nämlich seinen Jüngern – erklärte und auslegte.

      Wir sind aber auf einer Wellenlänge, was die Frage angeht, ob er ein Magier war. Ich teile Deine Kritik bezüglich „Einheitsbewusstsein“ vs. „getrennte Objekte nach dem Willen verändern“.

      Das Problem ist, dass wir beide das Wort „Magier“ unterschiedlich benutzen. Für Dich ist ein Magier eine Art Zauberer (um es mal plump vereinfacht ausdrücken). Ich benutze dieses Wort als archetypisches Bild. Und das hat erstmal nichts bzw. nicht viel mit „zaubern“ zu tun.

      Gesegneten Gruß!

      Hagen

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  6. Was wäre denn in deiner Vorstellung dieses archetypische Bild?

    Das Essenerevangelium hab ich ganz gelesen und ich finde es nicht authentisch (im Bezug auf Jesus). Es klingt wie neumodische Esoterik, mit Mutter Gaia und den Engeln, die segnen. Parallelstellen in der Bibel lassen sich nicht finden. Dass es die Essener gab, ist bewiesen, so wie es damals und heute auch noch vielseitige Sekten gab.

    Meine Antwort wäre dahingehend Folgende:
    Falls wir annehmen, dass Jesus Essener war, dann hielt er es nicht für Notwendig, über die Lehren zu sprechen. Falls es „Geheimwissen für die Jünger“ war, dann sehe ich in den offiziellen Reden (NT) viel größere und wundervollere Geheimnisse als die Gesundheitsvorschriften der Essener.

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      • Hallo Stefan, ich brauch keine Wiki Artikel zu lesen, ich kenne die Arbeit Jungs. Mich interessiert vielmehr die persönliche Deutung und Füllung dieses Begriffes (von Hagen)

        Und wenn es um eine Erweiterung gehen soll – worin läge diese, wenn sie nicht ganz und gar unbiblisch erschiene? Man brauch ja Jesus weder Ab-, noch Überzubewerten – man sollte sich lediglich an die Überlieferung halten – in diesem Rahmen kann man sicherlich vieles austauschen – alles was darüber hinaus geht ist meist nur Phantasterei.

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        • Lieber MgtowMonk!

          Von der ganzen Sache mit Jesus Christus und den Essenern habe ich zu wenig Ahnung, um da fundiert mitreden zu können. Auch habe ich das Essener-Evangelium bislang nicht gelesen. Ich las nur an unterschiedlicher Stelle von der Theorie, dass Jesus und Johannes der Täufer dort Mitglied gewesen sein sollen. Ich las aber auch, dass diese Theorien in der Forschung sehr umstritten sind.

          Wie oben dargelegt lehrte Jesus Christus im Stile eines Lehrers von Geheimlehren. Es gab einen „Äußeren Kreis“, zu dem er in Gleichnissen sprach. Und es gab einen „Inneren Kreis“, dem er diese Gleichnisse entschlüsselte. Allerdings sind seine Lehren keine Geheimlehren (mehr), weil sie mittlerweile ja jedem Menschen zugänglich sind.

          Wenn ich von Archetypen spreche, nehme ich natürlich Bezug auf eine Idee, die auf C.G. Jung zurückgeht. Allerdings beziehe ich mich darauf, wie diese Idee von Lehrern wie Richard Rohr und Robert Moore ausgelegt und entwickelt worden ist. Diese nähern sich der Idee der Archetypen im Zusammenhang mit männlicher Spiritualität. Und sie gehen von den vier grundlegenden archetypischen Gestalten aus, von denen sich alle anderen archetypischen Gestalten ableiten: König, Liebhaber, Magier, Krieger.

          Stellt man diese Archetypen in Jesus Christus und seinem Wirken hervor, so ist das nichts, was man in ihn willkürlich hineininterpretiert. Sondern es ist eine Ebene, die Jesus Christus und seinem Wirken schon immer innewohnte, die nur fast zweitausend Jahre später erst entdeckt werden konnte. Daher ist es keine Überbewertung oder Phantasterei, sondern lediglich eine weitere Facette des überlieferten Jesus Christus.

          Und Jesus Christus hat die vier genannten Archetypen in perfekter Weise integriert, in Einklang gebracht und gelebt.

          Gesegneten Gruß!

          Hagen

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          • Hallo Hagen,

            schöne Erklärung, danke. Die auf Jung aufbauende Arbeit ist mir nicht bekannt. Aber natürlich kann man „archetypisches Wissen“ auf Menschen anwenden. Das Jesus diese Archetypen erfüllt, kann ich mir sehr gut vorstellen.

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  7. Unbiblisch? Was ist unbiblisch, sich das Wirken des Menschen Jedus bis zur Kreuzigung anzusehen und die ganz diesseitig als eine (Arche)typische Ausformjng des Männlichen zu sehen, eben des Magiers (nicht des Zauberers)? Wenn Jedus Menschensohn und Sohn Gottes zugleich war (er sprach nur vom Menschensohn) kann
    Ich ihn getrost auch als männliches Vorbild sehen und nehmen, ohne seine in ihm wohnende Götlichkeit infrage zu stellen. Ich bin jedoch weit davon entfernt die Bibel wörtlich zu nehmen. Das verstellt mE den Blick auf den Menschen Jesus, der uns viel ähnlicher und damit näher Israels der. Jedus, der nur als Sohn Gottes gesehen wird (so nennt ihn nur Pilatus, niemals er – Jesus – selbst.)

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