#Gedanke: Meiner Lust und Wehen Aufenthalt

„O schöner, grüner Wald,
Du meiner Lust und Wehen Aufenthalt.
Da draußen stets betrogen,
saust die wilde Welt,
schlag den Bogen
nun um mich, Du grünes Zelt.

Da steht im Walde geschrieben
ein stilles, ernstes Wort
vom rechten Tun und Lieben.
und des Menschen Hort.
Ich habe treu gelesen
die Worte schlicht und wahr
und durch mein ganzes Wesen
drang es unaussprechlich klar.

Und mitten in dem Leben
wird deine Urgewalt
mich Einsamen erheben,
so wird mein Herz nicht alt.“

(Faun,
aus: „Abschied“)

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